AMR Conference in Basel – Internationale Vernetzung des LPI als Translationszentrum

Das LPI nahm erstmalig an der diesjährigen AMR Conference am 03. und 04. März in Basel teil. Gemeinsam am Stand mit Netzwerken und Unternehmen aus Jena und Thüringen präsentierte sich das LPI als Translationszentrum für klinisch relevante Innovationen, die die Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen unterstützen.

Zum 10-jährigen Jubiläum der AMR Conference in Basel erlebte das LPI zwei Tage voller interessanter Vorträge, hervorragender Paneldiskussionen und produktivem Vernetzen. Die Konferenz lädt jährlich ein internationales, vorrangig europäisches Publikum aus Start-ups, Klein- und Großunternehmen, Wissenschaft, Investoren und öffentlichen Einrichtungen ein, um sich gemeinsam mit dem Problem antimikrobieller Resistenzen (AMR) auseinanderzusetzen. Dabei liegt der Fokus auf innovativen Ansätzen und antimikrobiellen Wirkstoffen, sowie Strategien und Hürden im Fortschritt von Diagnostika und Therapien gegen AMR.

Für das LPI bot sich die AMR Conference als idealer Ausgangspunkt, um das Translationszentrum international zu präsentieren und zu vernetzen. Inhaltlicher Kern es LPI sind die First-in-Patient Unit (FiPU) und die Zentralisierung des LPI im geplanten Laborgebäude. Besonders die FiPU ist von aktuellem Interesse: Bereits ab 2027 bietet ein umgebauter Abschnitt der Intensivstation des Universitätsklinikum Jena direkte Probenbearbeitung, Monitoring und Therapieanpassung am Patienten durch Laborräume neben den Behandlungsräumen. Eine Auswahl an Point-of-Care Pilotprojekten beginnt nächstes Jahr mit klinischen Validierungen.

Im derzeitig dezentralen Betrieb erweitert das LPI aktiv Netzwerkkontakte und Partnerschaften – die AMR Conference ermöglichte Vernetzung mit Interessenten und Firmen, für die die Infrastruktur des LPI von hoher Bedeutung ist, sowie potentielle Kooperationen mit anderen Netzwerken und Servicepartnern. Gemeinsam mit dem InfectoGnostics Forschungscampus für öffentlich-private Partnerschaften und dem Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien vermittelte das LPI Einblicke in schnelle und kostengünstige Diagnostik von Infektionserkrankungen und medizinische Patientenversorgung.

Die Vortragssessions boten ein breites Spektrum an Themen: Von wissenschaftlichen Innovationen, über die Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit zu AMR durch Musicals, hin zu Regulatorien und Produktprozessen im europäischen Medizinmarkt. Paneldiskussionen sorgten für tiefergehende Beleuchtung der Inhalte aus verschiedenen Blickwinkeln. In dem von INCATE organisierten Start-up Pitch zeigten junge Unternehmen und Ausgründungen ihre Konzepte und Pläne – für diese Art Projekte steht zukünftig auch das LPI zur Verfügung, um Vorhaben zu inkubieren und den Weg zur medizinischer Anwendung zu unterstützen. Auch mit dem Inkubator INCATE selbst vernetze sich das LPI für gemeinsame Perspektiven.

Die Konferenz verdeutlichte, wie viel wir gemeinsam gegen AMR erreichen können. Auch das LPI schließt sich dem Ziel an, diagnostische Technologien und therapeutische Verfahren zur Bekämpfung von AMR voranzutreiben, und führt diese in der Translationsinfrastruktur beschleunigt in die klinische Praxis. Internationale, multidisziplinäre Zusammenarbeit bringt lebensrettende Ideen dorthin, wo sie gebraucht werden – zu den Patienten.

Wir danken für den angenehmen Austausch und produktive Gespräche mit bekannten und neuen Gesichtern. Danke an unsere Standpartner des InfectoGnostics Forschungscampus und Leibniz Gesundheitstechnologien, sowie Innovativ Thüringen, SMA Development, Dynamic42 und Applyo Jena für den gemeinsamen Auftritt.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf der AMR Conference 2027!

Bilder: LPIgGmbH / Sarah Krautwurst // AMR Conference, Basel, 03.-04. März 2026